22.11.2018

Verbesserte Bedingungen seit 2018

Betriebliche Altersversorgung (bAV)

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Mit einer attraktiven Altersversorgung sammeln Sie als Arbeitgeber noch immer Pluspunkte bei Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und werden auch für potenzielle Bewerber als Arbeitgeber attraktiver - in Zeiten offenkundigen Fachkräftemangels ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mit der Einführung des neuen Betriebsrentenstärkungsgesetzes (BRSG) ist es auch seit diesem Jahr für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver geworden, die betriebliche Altersversorgung zu fördern. Sie haben sogar die Pflicht, Ihren Mitarbeitern eine betriebliche Altersversorgung anzubieten. Wandeln Sie daher besser die Pflicht in eine Chance um, sich als verantwortungsbewusster Arbeitgeber zu präsentieren.

Kernpunkte der bAV-Reform

  • Für Ihre Fach- und Führungskräfte: Seit 2018 kann deutlich mehr Geld steuer- und sozialversicherungsfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investiert werden. Der steuerliche Förderrahmen beträgt 8 % (vorher 4 %) der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze. So können bis zu 6.240 Euro steuerfrei in eine bAV eingezahlt werden. Das ist vor allem für Fach- und Führungskräfte mit einem höheren Vorsorgebedarf interessant. Bis zu 4 % sind zudem sozialversicherungsfrei. Bestehende Altverträge nach § 40 b ESTG werden angerechnet. Der alte Erhöhungsbeitrag von 1.800 Euro entfällt.
  • Für Ihre Minijobber und Teilzeitkräfte: Der Staat fördert die Altersvorsorge bei Geringverdienern (bis 2.200 Euro monatlich). Voraussetzung dafür ist, dass Sie als Arbeitgeber bei Neuverträgen ab 2018 zwischen 240 und 480 Euro beisteuern. 30 % davon werden bei der Lohnsteuer-Anmeldung erstattet. Zusätzlich können Sie die Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend machen.
  • Arbeitgeberzuschuss ab 2019: Ab dem 01.01.2019 haben Sie als Arbeitgeber die Pflicht, bei Neuverträgen einen Arbeitgeberzuschuss von pauschal 15 % zu leisten, sofern Sie durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge sparen. Ab dem 01.01.2022 besteht diese Verpflichtung auch für alle bestehenden Verträge.
  • Neues Sozialpartnermodell: Die Vereinbarung über eine betriebliche Altersversorgung können die Tarifvertragsparteien in ihren Tarifvertrag aufnehmen. Auch nicht tarifgebundene Unternehmen können die tarifvertraglichen Regelungen vereinbaren, wenn der einschlägige Tarifvertrag dies ermöglicht. Im Sozialpartnermodell garantiert der Arbeitgeber die Zahlung der Beiträge für eine Zielrente. Damit muss er also nicht mehr für eine bestimmte Rentenhöhe haften.
  • Möglichkeit der Nachzahlung: Für Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis für mindestens ein Jahr ruht und keine Beiträge zur Altersvorsorge geleistet wurden, sind Nachzahlungen für frühere Jahre möglich und ebenfalls bis maximal 8 % pro Jahr steuerfrei, maximal 10 Jahre 8 % der Beitragsbemessungsgrenze.   
  • Höhere Riesterzulage: Die Grundzulage wurde auf 175 Euro erhöht.

Durchführungswege

Es gibt nach wie vor fünf Durchführungswege in der betrieblichen Altersversorgung: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds, Unterstützungskasse und Pensionszusage. Sie weisen zum Teil erhebliche Unterschiede in ihrer Ausgestaltung auf. Um eine bAV erfolgreich im Unternehmen zu installieren und im Zeitablauf rechtssicher zu verwalten, ist eine umfassende Beratung unerlässlich.

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