07.02.2019

Die Stimmung kühlt ab

Perspektive Mittelstand 2019

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Handelskonflikte, zögerlicher Ausbau der Netzinfrastruktur, Fachkräftemangel oder demografische Entwicklung – auf die Exportnation Deutschland kommen härtere Zeiten zu. Werfen Sie mit uns einen Blick auf die wichtigsten Herausforderungen.

Schwächung europäischer Absatzmärkte, Brexit und Handelsstreit

Anzeichen einer Rezession in Italien, Proteste der Gelbwesten in Frankreich, Brexit – möglicherweise ohne Austrittsabkommen – oder US-Protektionismus: die Schwächung ausländischer Absatzmärkte bedroht das exportorientierte deutsche Geschäftsmodell. Zwar wird sich erst in wenigen Jahren zeigen, inwieweit die Spannungen zwischen den USA und China oder der Brexit unsere mittelständische Wirtschaft treffen. Die Unklarheiten bezüglich der Entwicklung der internationalen Handelsbeziehungen sorgen schon heute dafür, dass viele Investitionspläne erst einmal auf Eis gelegt werden.

Veränderung von IT- und Netzwerkarchitekturen

Ressourcenmanagement – personell wie finanziell – wird aufgrund der zunehmenden Unsicherheit des wirtschaftlichen Umfelds immer wichtiger. Die Digitalisierung ist hier eine zentrale Chance. Sie hilft, Prozesse zu optimieren und Ressourcen zu schonen. Wirtschaft und Politik müssen deshalb in 2019 die großen technologischen Herausforderungen wie 5G und Künstliche Intelligenz, Blockchain, Datenschutz und Cloud-Strategien anpacken. Denn nur dort, wo die Netz-Infrastruktur in der Fläche funktioniert, der Breitbandausbau vorangetrieben wird und die Lebensqualität stimmt, können mittelständische Unternehmen konkurrenzfähig bleiben.

Wachstumsbremse Fachkräftemangel

Am deutschen Arbeitsmarkt fehlen derzeit etwa 440.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Wenn deutsche Unternehmen diesen Fachkräftebedarf decken könnten, würde die Wirtschaftsleistung in Deutschland um bis zu 0,9% oder rund 30 Mrd. Euro höher ausfallen. Nur jeder dritte Mittelständler plant Investitionen in Innovationen. Der Grund: Mangel an Experten. Zudem kostet der Fachkräftemangel unmittelbar Geld, in Form abgelehnter Aufträge oder höherer Löhne- und Gehälter. „War of Talents" heißt der Konkurrenzkampf der Unternehmen um junge Nachwuchstalente. Jedes Unternehmen tut deshalb gut daran, in Mitarbeiterbindung zu investieren und seine Mitarbeiter weiterzubilden.

Unternehmensnachfolge

Deutschlands geburtenstärkster Unternehmerjahrgang feiert 2019 seinen 55. Geburtstag. Die DIHK empfiehlt Firmenchefs in diesem Alter, sich auf den Generationswechsel vorzubereiten. Bis 2022 sind 60% aller Unternehmer älter als 55 Jahre. Noch vor 20 Jahren war die familieninterne Unternehmensnachfolge das bestimmende Nachfolgemodell. Doch beschreiten Unternehmerkinder immer häufiger eigene Wege außerhalb des elterlichen Betriebs. Unternehmer müssen sich deshalb verstärkt extern auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. Für Unternehmenskäufer ergibt sich aus der Alterung der Gesellschaft eine zunehmend bessere Verhandlungsposition.

Dennoch besteht kein Grund zur Panik

Deutschland ist mit seiner auf rund 60 % der Wirtschaftsleistung geschrumpften Staatsverschuldung krisenfester geworden und längst nicht mehr so abhängig vom Export. Es herrscht Vollbeschäftigung und die Löhne steigen spürbar. Für den Moment beruhigt das. Mittelfristig braucht es aber mehr, damit Deutschland sein hohes Wohlstandsniveau halten kann.

Nehmen Sie deshalb die Herausforderungen an. Als Ihre Bank fördern und begleiten wir Sie dabei – mit Rat und Tat. Ihr Betreuer freut sich auf das Gespräch mit Ihnen.

Volksbank Darmstadt - Südhessen eG

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