26.10.2017

Änderungen ab 2018

Betriebliche Altersvorsorge (bAV) noch attraktiver

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Wer qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für sich gewinnen und an das Unternehmen binden will, muss als verantwortungsbewusster Arbeitgeber überzeugen. Eine attraktive betriebliche Altersvorsorge (bAV) im Unternehmen kann dabei das entscheidende Argument sein. Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen hat der Gesetzgeber mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz ab 2018 noch mehr Anreize geschaffen, die betriebliche Altersversorgung ihrer Mitarbeiter zu fördern. Nachfolgend die Neuerungen im Überblick.

Steuerfreibetrag steigt

Ab 2018 können bis zu 8 Prozent (bisher 4 Prozent) der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze, also 6.096 Euro (bisher 3.048 Euro), steuerfrei in eine bAV investiert werden. Bis zu 4 Prozent sind zudem sozialversicherungsfrei. Auch Nachzahlungen für frühere Jahre, in denen keine Beiträge gezahlt wurden (z. B. Elternzeit oder Entsendungen ins Ausland), sind möglich und ebenfalls bis maximal 8 Prozent pro Jahr steuerfrei.   

Für Arbeitnehmer wird es attraktiver, eine erhaltene Abfindung, z.B. bei einem Arbeitgeberwechsel oder einer Vorruhestandsregelung, in eine bAV-Anwartschaft zu investieren. Ab 2018 können für maximal 10 Berufsjahre bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze, das sind 30.480 Euro, eingezahlt werden. Das ist fast doppelt so viel wie bisher.

15 Prozent mehr bei Entgeltumwandlung

Bei der Entgeltumwandlung spart auch der Arbeitgeber Sozialabgaben. Ab 2019 gibt es für Neuverträge einen Arbeitgeberzuschuss von pauschal 15 %.  Bei bestehenden Verträgen werden die eingesparten Sozialversicherungsbeträge ab 2022 weitergegeben.  

Geringverdiener profitieren   

Der Staat fördert gezielt die Altersvorsorge bei Geringverdienern (bis 2.200 Euro monatlich). Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber bei Neuverträgen ab 2018 zwischen 240 und 480 Euro beisteuert. 30 Prozent davon werden bei der Lohnsteuer-Anmeldung erstattet. Zusätzlich kann der Arbeitgeber die Aufwendungen als Betriebsausgabe geltend machen.

Mehr Riester-Förderung

Ab 2018 steigt für jeden Riester-Vertrag die Grundzulage auf 175 Euro (bisher 154 Euro) an. Die Kinderzulagen bleiben unverändert.

Neues Sozialpartnermodell

Der Arbeitgeber garantiert in Zukunft eine „reine Beitragszusage“ – Zielrente. Damit muss er nicht mehr für eine bestimmte Rentenhöhe haften, die sich aus den bAV-Beiträgen ergibt. Aufgrund der besseren Haftungsmöglichkeiten für Arbeitgeber, sollen vor allem für kleine und mittlere Betriebe mehr Anreize geschaffen werden, eine bAV anzubieten. Zudem besteht die Möglichkeit, die Beiträge rentabler anzulegen, z. b. durch eine höhere Aktienquote oder Investmentfonds.

Tarifvertragliche Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge enthalten eine Opting-Out-Klausel. Auf Wunsch kann der Arbeitnehmer der automatischen Einzahlung in eine bAV widersprechen.

Was können Sie jetzt schon tun?

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