Digitalisierung auf Wolke 7

Cloud-Computing

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Nach dem Cloud-Monitor 2020 des Branchenverbandes BITKOM nutzen bereits 76 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Computing. Weitere 19 Prozent sind in der Planungsphase. Nur sechs Prozent der Befragten verzichten auch zukünftig auf die Cloud. Den vielen Vorteilen von Cloud-Lösungen in der sich nun beschleunigenden Digitalisierung stehen aber vor allem auch Sicherheitsbedenken gegenüber.

Cloud als Zukunftslösung

Ein eigenes Rechenzentrum ist aufwendig und teuer. Und da es für die meisten Unternehmen überlebenswichtig ist, werden oft mehr Ressourcen als benötigt bereitgestellt. Mit Cloud-Computing entscheiden Sie sich für eine andere Lösung. Statt eigene Ressourcen bereitzustellen, greifen Sie auf Webdienste zurück, die Ihnen über das Internet zur Verfügung stehen. Der Markt umfasst verschiedene Leistungen und Service-Levels wie zum Beispiel Software (Software as a Service/SaaS), Infrastruktur, z.B. Rechenleistung und Speicherplatz (Infrastructure as a Service/IaaS) und Entwicklerplattformen (Plattform as a Service/PaaS).

Nutzungserlaubnis sicherstellen

Achten Sie darauf, dass Ihnen der Vertrag mit dem Cloud-Anbieter Nutzungsrechte an der Software in dem benötigten Umfang einräumt bzw. die Nutzung lizenzfrei möglich ist. So können Sie einen urheberrechtlichen Streit darüber vermeiden, ob Sie mit der Nutzung der Software in Ihrem Arbeitsspeicher womöglich ein Vervielfältigungsrecht verletzen (vgl. §§ 44a, 69d Abs. 1 UrhG).

Datenschutz in der Cloud

Seit Mai 2018 gelten innerhalb der EU die strengen Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), wenn personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden. Laut DSGVO sind „personenbezogene Daten“ alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen, z.B. Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten oder Bewerber.

Zur Einhaltung des Datenschutzes sind Sie als Nutzer, der die Daten erhebt und verarbeitet, verantwortlich. Dazu müssen Sie mit dem Cloud-Anbieter einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung (Art. 28 DSGVO) abschließen. Der Cloud-Anbieter muss den Schutz und die sichere Verarbeitung der personenbezogenen Daten gewährleisten. Kann er das nicht, gilt der Anbieter als unsicher und ungeeignet. Sie müssen sich auch vergewissern, dass der Cloud-Anbieter die strengen Datenschutzvorschriften einhält. Bei Anbietern außerhalb der EU kann es aus Datenschutzrechten kompliziert werden, wenn kein der EU angemessenes Datenschutzniveau eingehalten wird. 

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Vertrag rechtssicher gestalten

Darüber hinaus gibt es erhöhte Anforderungen an den Vertrag mit dem Cloud-Anbieter. Denn Cloud Computing kann, je nach Art und Umfang der gewünschten Leistungen, Elemente von Mietvertrag, Werkvertrag und/oder Dienstvertrag beinhalten. Als Nutzer möchten Sie Ihren Anspruch auf einen hohen Sicherheits- und Servicestandard oder auf den Transfer Ihrer Daten bei Kündigung rechtswirksam dokumentieren. Darüber hinaus wollen Sie Mängelhaftung und Schadensersatz im Konfliktfall durchsetzen können.

Lassen Sie sich darum bei der Vertragsgestaltung von einem IT-Rechtsexperten beraten.

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